Warum bastelt der DIJUF die Synopse, die das BMBFSFJ selbst schuldetAI
|

Synopse zum 1. KJHSRG in der Jugendhilfe Was der DIJUF geliefert hat, wo die Veranstaltung am 28. September steht und warum eine ausverkaufte Online-Veranstaltung Fragen aufwirft

Das Deutsche Institut für Jugendhilfe und Familienrecht, kurz DIJUF, hat eine Synopse zum Regierungsentwurf des Ersten Gesetzes zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe vorgelegt, was ja meiner Meinung nach eigentlich Aufgabe des federführenden Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gewesen wäre.

Beim letzten Entwurf war das noch anders. Das BMBFSFJ hatte damals selbst eine Synopse erstellt und damit den Leistungserbringern, Verbänden und Fachkräften eine direkte Orientierungshilfe gegeben. Nun hat der DIJUF die Lücke gefüllt, bevor das Ministerium selbst aktiv wird. Die Synopse finden Sie hier: https://dijuf.de/fileadmin/Redaktion/Publikationen/DIJuF-Synopse_RegE_1._KJHSRG_17.8.2026.pdf

Eine Synopse zu einem Gesetzgebungsvorhaben dieser Komplexität zu erstellen erfordert echte Arbeit. Die Kolleginnen und Kollegen beim DIJUF haben sich diese Zeit genommen, und das Ergebnis liegt vor. Danke dafür! Das hilft allen, die sich jetzt mit dem Regierungsentwurf befassen müssen, ganz konkret. Leistungserbringer der Kinder- und Jugendhilfe, Fachberatungen, Planungsstellen und Beratungsbüros wie unseres können damit arbeiten.

Das BMBFSFJ hat den Referentenentwurf im April 2026 veröffentlicht. Das Kabinett hat den Gesetzentwurf am 12. August 2026 verabschiedet. Damit ist das Vorhaben in eine neue Phase getreten. Was bisher Referentenentwurf war und noch hätte eingestampft werden können, ist jetzt Regierungsposition. Das Gesetzgebungsverfahren läuft. Wer die Inhalte kennen und einordnen will, braucht eine solide Textgrundlage. Und die liefert die Synopse des DIJUF jetzt, bevor irgendjemand beim Ministerium auf die Idee kommt, die eigene Kommunikationspflicht wahrzunehmen.

Das Deutsche Institut für Urbanistik, DIFU, führt am 28. September 2026 ein Dialogforum zur Kinder- und Jugendhilfe durch. Konkret geht es um die Vorstellung des Gesetzentwurfs zur Strukturreform und eine gemeinsame Diskussion. Teilnehmen werden auch Vertreter*innen ded BMBFSFJ. Grundlage wird der verabschiedete Regierungsentwurf sein, also genau das Dokument, das die Synopse des DIJUF jetzt aufbereitet hat. Fragen, Anregungen und Hinweise können vorab an dialogforum@difu.de geschickt werden. Hier finden Sie den Info-Flyer zur Veranstaltung: https://difu.de/sites/default/files/media_files/veranstaltungen/2026-09-28_strukturreform.programm.pdf

Jetzt kommt der Teil, den ich mir nicht verkneifen kann: Die Veranstaltung findet online statt. Sie ist ausverkauft. Ausverkauft?
Eine Online-Veranstaltung. Ich bin da ein bisschen ratlos, ehrlich gesagt. Bei einer Präsenzveranstaltung ist eine Kapazitätsgrenze selbstverständlich, weil Raumgröße, Bewirtung und Brandschutzvorschriften reale Grenzen setzen. Aber bei einer Online-Veranstaltung bedeutet „ausverkauft“ meiner Ansicht nach vor allem eines. Die technische oder organisatorische Infrastruktur gibt nicht mehr her. Das ist im Jahr 2026 ein eher ungewöhnliches Problem. Für Veranstaltungsformate, die sich an Fachkräfte und Leitungskräfte aus dem gesamten Bundesgebiet richten und bei denen die Resonanz vorhersehbar hoch ist, gibt es eigentlich hinreichend skalierbare Lösungen auf dem Markt. Ich sage das nicht als böswillige Kritik, sondern weil es schade ist, wenn Fachleute, die sich ernsthaft mit dem Gesetzgebungsvorhaben befassen wollen, einfach keinen Platz mehr bekommen. Falls das DIFU oder vergleichbare Institutionen künftig vor dieser Herausforderung stehen. Wir können da gerne über geeignete Lösungen reden. Aus unserer Beratungspraxis wissen wir, dass technisch gut aufgesetzte Webinar-Umgebungen mit vierstelligen Teilnehmendenzahlen keine Hexerei sind. Das Angebot steht 😉

Was können Leistungserbringer jetzt konkret tun? Erstens, die Synopse des DIJUF herunterladen und intern in die Fachgremien geben, also in Arbeitskreise, Leitungsrunden oder Fachteams, die mit Leistungsplanung und Angebotsgestaltung befasst sind. Zweitens, die eigene Position zum Gesetzentwurf frühzeitig entwickeln. Das parlamentarische Verfahren hat begonnen, und Stellungnahmen von Verbänden und Trägern haben in dieser Phase vielleicht noch Wirkung. Drittens, die Schnittstelle zum Träger der Eingliederungshilfe im Blick behalten, weil das 1. KJHSRG auch dort Berührungspunkte hat, die in der Praxis relevant werden dürften. Der Gesetzgebungsprozess ist jetzt in dem Stadium, in dem Weichen gestellt werden. Wer die Synopse des DIJUF nutzt und die eigene Fachlichkeit einbringt, ist besser aufgestellt als wer wartet, bis das Gesetz in Kraft tritt und dann erklärt, man sei überrascht worden.

Prüfen Sie schon jetzt, wie stark Ihre Leistungsangebote von der Kinder- und Jugendhilfe­strukturreform (1.KJSRG) betroffen sind – und wo Ihre Risiken und Entwicklungschancen liegen. Wir haben schon jetzt ein passgenaues Angebot für Sie.
Sie erfassen Ihre Angebote selbst in unserem geschützten Kundenportal; die strategische Auswertung erhalten Sie gemeinsam mit Ihrer IJOS-Beratung in einem persönlichen Video-Termin.

Warum ist das jetzt notwendig? Mit dem 1. KJHSRG steht die Kinder- und Jugendhilfe vor dem größten Strukturwandel der letzten dreissig Jahre: Einzelfallhilfen werden stärker an Regel- und Infrastrukturangebote (Schule, Kita, Sozialraum) gekoppelt. Für Leistungserbringer stellt sich die Frage:

Welche meiner Angebote sind besonders betroffen – und welche haben das größte Zukunftspotenzial?

Genau das beantwortet unsere neue IJOS-Portfolio- & Betroffenheitsanalyse. Sie bewertet jedes Ihrer Leistungsangebote nach seiner Betroffenheit durch die Reform und seiner Entwicklungschance im Sozialraum. Das Ergebnis ist eine visuelle Landkarte (Matrix) Ihres Angebotsportfolios mit vier strategischen Stoßrichtungen: Ausbauen, Umbauen, Sichern, Prüfen.

So läuft es ab:

  1. Sie erfassen Ihre Angebote selbst – bequem in unserem geschützten IJOS-Kundenportal.
    Sie brauchen dafür kein betriebswirtschaftliches Fachwissen: Sie tragen ein, was Sie ohnehin kennen (Leistungsform, Plätze/Tagessatz bzw. Fachleistungsstunden, Belegung) und beantworten wenige geführte Fragen in Klartext.
  2. Gemeinsame Video-Auswertung – In einem persönlichen Termin (ca. 120 Minuten) geht Ihre IJOS-Beratung die Auswertung mit Ihnen durch: Portfolio-Matrix, Verlagerungs-Szenarien und konkrete Handlungsempfehlungen je Angebot.
  3. Ihre Strategie – Sie verlassen den Termin mit einer priorisierten Einschätzung, wo Sie ansetzen sollten.

Mehr zum Thema: https://ijos.shop/produkt/beratung-kjhsrg-177

Das könnte Sie auch interessieren: IJOS-Campus (Katalog)

Bildquellen

  • warum-bastelt-der-dijuf-die-synopse-die-das-bmbfsfj-selbst-s: Generiert mit ChatGPT / DALL-E

Ähnliche Beiträge